Stiftung Villa Erica
schulische und soziale Inklusion

Fragen und Antworten

Häufige Fragen von Eltern

Für wen ist die Tagesschule Stiftung Villa Erica geeignet?

Unsere Sonderschule ist für Kinder und Jugendliche, die im Verhalten oder in ihrer Gefühlswelt Schwierigkeiten haben. Sie sind normal begabt und brauchen im Schulalltag mehr Unterstützung und klare Strukturen.

Ab welchem Alter kann mein Kind zu euch kommen?

Kinder können ab dem Kindergartenalter zu uns kommen. Sie können bis zur 3. Sekundarstufe bleiben, inklusive 10. Schuljahr als Berufswahljahr.

Wer entscheidet, ob mein Kind eine Sonderschulung besuchen darf?

Zuerst spricht die aktuelle Schule mit Ihnen und Ihrem Kind. Dann wird eine fachliche Abklärung gemacht. Auf dieser Grundlage entscheidet der Kanton Luzern, ob eine Sonderschulung nötig ist und welche Schule passt.

Wie gross sind die Klassen?

Unsere Klassen sind bewusst klein. So haben wir mehr Zeit für jedes Kind und können besser auf seine Bedürfnisse eingehen.

Wie wird mein Kind begleitet?

In jeder Klasse sind zwei Lehrpersonen. Dazu kommen sozialpädagogische Fachpersonen in der Tagesstruktur. Sie unterstützen Ihr Kind beim Lernen, im Umgang mit anderen und im Alltag.

Was bedeutet „Tagesstruktur“ bei euch?

In der Tagesstruktur ist Ihr Kind vor und nach dem Unterricht betreut. Es macht dort Hausaufgaben, isst mit anderen, spielt, redet und lernt, Konflikte gut zu lösen. Der Tag ist klar und verlässlich aufgebaut.

Lernt mein Kind nach Lehrplan 21?

Ja. Wir arbeiten nach Lehrplan 21 wie andere Volksschulen auch. Die Inhalte werden so angepasst, dass Kinder mit besonderem Förderbedarf gut folgen können.

Unterstützt ihr beim Übergang in die Berufswelt?

Ja. Im 10. Schuljahr begleiten wir Jugendliche bei der Berufswahl. Sie erhalten Hilfe bei der Suche nach Praktika und Lehrstellen und beim Schreiben von Bewerbungen.

Kann mein Kind später in die Regelschule zurückkehren?

Das ist möglich. Wenn sich Ihr Kind stabil entwickelt, prüfen wir gemeinsam mit Ihnen, der Herkunftsschule und dem Kanton, ob eine Rückkehr in die Regelschule sinnvoll ist.

Wie kann ich mich beraten lassen?

Sprechen Sie zuerst mit der Klassenlehrperson und der Schulleitung Ihrer aktuellen Schule. Sie können auch direkt mit der Stiftung Villa Erica Kontakt aufnehmen, wenn Sie Fragen zu unserem Angebot haben.

Häufige Fragen von Kindern und Jugendlichen

Was ist an dieser Schule anders als an meiner bisherigen Schule?

Bei uns sind die Klassen kleiner und der Tagesablauf klarer. Es sind immer mehrere Erwachsene für dich da, die dir helfen. Im Unterricht und in der Tagesstruktur.

Muss ich etwas Besonderes können, um aufgenommen zu werden?

Nein. Wichtig ist, dass du bereit bist, mit uns zusammen zu arbeiten: an deinen Stärken, an deinen Schwierigkeiten und am Umgang mit anderen Menschen.

Wie sieht ein typischer Tag bei euch aus?

Du hast Unterricht, Pausen und Zeit in der Tagesstruktur. Dort machst du Hausaufgaben, spielst, redest mit anderen oder ziehst dich zurück, wenn du Ruhe brauchst.

Darf ich hier Fehler machen oder schlechte Tage haben?

Ja. Fehler und schlechte Tage gehören dazu. Wir sind da, um dich in solchen Momenten zu unterstützen und gemeinsam Lösungen zu finden.

Kann ich hier Freundinnen und Freunde finden?

Ja. Du lernst Kinder und Jugendliche kennen, denen es vielleicht ähnlich geht wie dir. In Unterricht und Tagesstruktur hast du viele Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen.

Lernt man bei euch nur im Schulzimmer?

Nein. Du lernst auch draussen, zum Beispiel im Schulgarten oder beim Insektenlebensturm. Dort kannst du beobachten, ausprobieren und mit allen Sinnen lernen.

Bekomme ich Hilfe, wenn ich später eine Lehre machen möchte?

Ja. Im Berufswahljahr helfen wir dir bei der Suche nach Berufen, Schnupperlehren und Praktika und beim Schreiben von Bewerbungen.

Bleibe ich für immer an dieser Schule?

Nicht unbedingt. Für einige ist unsere Schule ein Abschnitt auf ihrem Weg. Andere wechseln später in eine Regelschule oder beginnen eine Lehre. Wir schauen gemeinsam, was für dich passt.

Häufige Fragen von Behörden

Für welche Kinder und Jugendlichen ist die Sonderschule Verhalten gedacht?

Für normal begabte Kinder und Jugendliche mit psychischen und/oder sozio-emotionalen Schwierigkeiten sowie Verhaltensauffälligkeiten, bei denen eine integrative Schulung in der Regelschule nicht ausreicht.

Welche Stufen deckt die Schule ab?

Wir decken die drei Zyklen des Lehrplans 21 ab: vom Kindergarten bis zur 3. Sekundarstufe, zusätzlich mit einem 10. Schuljahr als schulischem Berufswahljahr.

Welche pädagogischen Schwerpunkte setzt die Schule?

Wir arbeiten nach heilpädagogischen Grundsätzen mit individueller Förderung und differenzierten Lernsettings. Team-Teaching und eine sozialpädagogische Tagesstruktur sind zentrale Elemente.

Wie ist die Tagesstruktur aufgebaut?

Die Tagesstruktur ist ganztägig angelegt. Sie bietet einen klaren Tagesrahmen, Unterstützung bei Hausaufgaben, soziale Lerngelegenheiten und Hilfe beim Umgang mit Konflikten.

Wie ist die Tagesstruktur aufgebaut? (DUPLICATE)

Die Tagesstruktur ist ganztägig angelegt. Sie bietet einen klaren Tagesrahmen, Unterstützung bei Hausaufgaben, soziale Lerngelegenheiten und Hilfe beim Umgang mit Konflikten.
Weitere Infos

Wie arbeitet die Schule mit Herkunftsschulen und Fachstellen zusammen?

Wir legen Wert auf enge Kooperation mit Herkunftsschulen, Schulpsychologischen Diensten und weiteren Fachstellen. So werden Zuweisungen, Förderziele und mögliche Reintegration gut abgestimmt.

Wie unterstützt die Schule die berufliche Integration?

Im Berufswahljahr begleiten wir Jugendliche bei der Berufsorientierung, organisieren Praktika im ersten Arbeitsmarkt oder in geschützten Rahmen und unterstützen bei Bewerbungen.

Wie werden Eltern einbezogen?

Eltern sind wichtige Partner. Es finden regelmässige Gespräche zu Entwicklung, Förderzielen und Übergängen statt. Eltern oder Beistände werden in wichtige Entscheidungen einbezogen.

Welche Unterlagen braucht es für eine Zuweisung?

In der Regel werden Schulberichte, Abklärungsberichte (z.B. Schulpsychologischer Dienst), Förderziele und eine Beschreibung des Unterstützungsbedarfs im Verhalten und in der sozio-emotionalen Entwicklung benötigt. Das genaue Verfahren legt der Kanton Luzern fest.

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