
Bei uns besuchen Kinder und Jugendliche die Schule, die Schwierigkeiten im Verhalten oder in der sozio‑emotionalen Entwicklung haben. Sie können ab dem Kindergarten bis zur 10. Klasse unsere Tagesschule besuchen. Die Klassen sind klein und klar strukturiert.
Wir begleiten jedes Kind persönlich. So unterstützen wir es beim Lernen, im Umgang mit anderen und im Alltag. Unser Ziel ist, dass Kinder und Jugendliche ihre Schulzeit gut schaffen und später in die Regelschule zurückkehren oder in die Berufswelt einsteigen können.
Wir verstehen uns als Schule der Potenzialentfaltung mit Schwerpunkt auf der sozio‑emotionalen Entwicklung. In unserer Tagesschule für Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf im emotional‑sozialen Bereich finden sie einen geschützten Ort, an dem sie ihre Stärken entdecken, ihr Selbstvertrauen aufbauen und ihr Verständnis von sich selbst weiterentwickeln können.
Wir unterstützen sie dabei, schulische Fähigkeiten und persönliche Kompetenzen aufzubauen, damit sie ihre Schulzeit nach Lehrplan 21 erfolgreich durchlaufen – sei es für eine Reintegration in die Regelschule, für einen gelingenden Übergang in die Berufswelt oder für die nächste Etappe ihres Lebenswegs.
Besonders wichtig ist uns, dass sich alle Schülerinnen und Schüler wertgeschätzt fühlen und sich als Teil einer unterstützenden Gemeinschaft erfahren. In unseren Lernräumen der Sonderschule Verhalten erhalten sie die Möglichkeit, eigenständig, entdeckend und erfahrungsorientiert zu lernen – begleitet durch Lehrpersonen und sozialpädagogische Fachpersonen, die die sozio‑emotionale Entwicklung gezielt fördern.
Unsere Tagesschule umfasst sechs Tagesschulklassen. Diese Klassen decken die drei Zyklen des Lehrplans 21 ab. vom Kindergarten bis zur 3. Sekundarstufe. Die Kinder und Jugendlichen sind altersgemischt. Das hilft ihnen, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen.
Zur Schule gehört eine sozialpädagogisch betreute Tagesstruktur. Dort können die Schülerinnen und Schüler ihre Hausaufgaben machen, zusammenspielen, sich austauschen und üben, Konflikte gut zu lösen. Die Tagesstruktur bietet ihnen einen klaren Tagesablauf und verlässliche Bezugspersonen.
Wir fördern Kinder und Jugendliche ganzheitlich:
Unsere Schulumgebung ist ein wichtiger Teil des Lernens. Rund um die Tagesschule finden Kinder und Jugendliche Elemente, die sie zum Entdecken und Verstehen einladen. Dazu gehören zum Beispiel ein Insektenlebensturm und ein Schulgarten.
Im Insektenlebensturm beobachten die Schülerinnen und Schüler, wie verschiedene Insekten leben und welchen Platz sie in der Natur haben. Im Schulgarten pflegen sie Pflanzen, erleben den Jahreskreis und sehen, wie aus Samen Gemüse, Blumen oder Kräuter wachsen.
Diese Erfahrungen helfen ihnen, Zusammenhänge besser zu verstehen: zwischen Mensch und Natur, zwischen Pflege und Wachstum, zwischen Verhalten und Wirkung. Lernen findet so nicht nur im Schulzimmer statt, sondern auch draussen – mit allen Sinnen, im Tun und im gemeinsamen Austausch.
Unsere Schulplätze werden von der Dienststelle Volksschulbildung des Kantons Luzern (DVS) zugewiesen. In Absprache mit dem Kanton Luzern steht unser Angebot auch Jugendlichen aus anderen Kantonen offen.
Kinder und Jugendliche, die eine besondere Föredungsbedarf im Bereich Verhalten und sozio-emotionale Entwicklung aufweisen und eine Sonderschulung benötigen, werden durch die Dienststelle Volksschulbildung der Sonderschule zugewiesen.
Dienststelle Volksschulbildung – Sonderschulung
Kellerstrasse 10, 6002 Luzernvolksschulbildung.lu
Telefon: 041 228 73 17
Hier finden Sie mehr Informationen im Web: volksschulbildung.lu.ch/unterricht_organisation/uo_sonderschulung
Hier geht es zu den Schuldiesten: https://www.schuldienste.ch/home
Unsere Sonderschule ist für Kinder und Jugendliche, die im Verhalten oder in ihrer Gefühlswelt Schwierigkeiten haben. Sie sind normal begabt und brauchen im Schulalltag mehr Unterstützung und klare Strukturen.
Kinder können ab dem Kindergartenalter zu uns kommen. Sie können bis zur 3. Sekundarstufe bleiben, inklusive 10. Schuljahr als Berufswahljahr.
Zuerst spricht die aktuelle Schule mit Ihnen und Ihrem Kind. Dann wird eine fachliche Abklärung gemacht. Auf dieser Grundlage entscheidet der Kanton Luzern, ob eine Sonderschulung nötig ist und welche Schule passt.
Unsere Klassen sind bewusst klein. So haben wir mehr Zeit für jedes Kind und können besser auf seine Bedürfnisse eingehen.
In jeder Klasse sind zwei Lehrpersonen. Dazu kommen sozialpädagogische Fachpersonen in der Tagesstruktur. Sie unterstützen Ihr Kind beim Lernen, im Umgang mit anderen und im Alltag.
In der Tagesstruktur ist Ihr Kind vor und nach dem Unterricht betreut. Es macht dort Hausaufgaben, isst mit anderen, spielt, redet und lernt, Konflikte gut zu lösen. Der Tag ist klar und verlässlich aufgebaut.
Ja. Wir arbeiten nach Lehrplan 21 wie andere Volksschulen auch. Die Inhalte werden so angepasst, dass Kinder mit besonderem Förderbedarf gut folgen können.
Ja. Im 10. Schuljahr begleiten wir Jugendliche bei der Berufswahl. Sie erhalten Hilfe bei der Suche nach Praktika und Lehrstellen und beim Schreiben von Bewerbungen.
Das ist möglich. Wenn sich Ihr Kind stabil entwickelt, prüfen wir gemeinsam mit Ihnen, der Herkunftsschule und dem Kanton, ob eine Rückkehr in die Regelschule sinnvoll ist.
Sprechen Sie zuerst mit der Klassenlehrperson und der Schulleitung Ihrer aktuellen Schule. Sie können auch direkt mit der Stiftung Villa Erica Kontakt aufnehmen, wenn Sie Fragen zu unserem Angebot haben.
Bei uns sind die Klassen kleiner und der Tagesablauf klarer. Es sind immer mehrere Erwachsene für dich da, die dir helfen. Im Unterricht und in der Tagesstruktur.
Nein. Wichtig ist, dass du bereit bist, mit uns zusammen zu arbeiten: an deinen Stärken, an deinen Schwierigkeiten und am Umgang mit anderen Menschen.
Du hast Unterricht, Pausen und Zeit in der Tagesstruktur. Dort machst du Hausaufgaben, spielst, redest mit anderen oder ziehst dich zurück, wenn du Ruhe brauchst.
Ja. Fehler und schlechte Tage gehören dazu. Wir sind da, um dich in solchen Momenten zu unterstützen und gemeinsam Lösungen zu finden.
Ja. Du lernst Kinder und Jugendliche kennen, denen es vielleicht ähnlich geht wie dir. In Unterricht und Tagesstruktur hast du viele Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen.
Nein. Du lernst auch draussen, zum Beispiel im Schulgarten oder beim Insektenlebensturm. Dort kannst du beobachten, ausprobieren und mit allen Sinnen lernen.
Ja. Im Berufswahljahr helfen wir dir bei der Suche nach Berufen, Schnupperlehren und Praktika und beim Schreiben von Bewerbungen.
Nicht unbedingt. Für einige ist unsere Schule ein Abschnitt auf ihrem Weg. Andere wechseln später in eine Regelschule oder beginnen eine Lehre. Wir schauen gemeinsam, was für dich passt.
Für normal begabte Kinder und Jugendliche mit psychischen und/oder sozio-emotionalen Schwierigkeiten sowie Verhaltensauffälligkeiten, bei denen eine integrative Schulung in der Regelschule nicht ausreicht.
Wir decken die drei Zyklen des Lehrplans 21 ab: vom Kindergarten bis zur 3. Sekundarstufe, zusätzlich mit einem 10. Schuljahr als schulischem Berufswahljahr.
Wir arbeiten nach heilpädagogischen Grundsätzen mit individueller Förderung und differenzierten Lernsettings. Team-Teaching und eine sozialpädagogische Tagesstruktur sind zentrale Elemente.
Die Tagesstruktur ist ganztägig angelegt. Sie bietet einen klaren Tagesrahmen, Unterstützung bei Hausaufgaben, soziale Lerngelegenheiten und Hilfe beim Umgang mit Konflikten.
Wir legen Wert auf enge Kooperation mit Herkunftsschulen, Schulpsychologischen Diensten und weiteren Fachstellen. So werden Zuweisungen, Förderziele und mögliche Reintegration gut abgestimmt.
Im Berufswahljahr begleiten wir Jugendliche bei der Berufsorientierung, organisieren Praktika im ersten Arbeitsmarkt oder in geschützten Rahmen und unterstützen bei Bewerbungen.
Eltern sind wichtige Partner. Es finden regelmässige Gespräche zu Entwicklung, Förderzielen und Übergängen statt. Eltern oder Beistände werden in wichtige Entscheidungen einbezogen.
In der Regel werden Schulberichte, Abklärungsberichte (z.B. Schulpsychologischer Dienst), Förderziele und eine Beschreibung des Unterstützungsbedarfs im Verhalten und in der sozio-emotionalen Entwicklung benötigt. Das genaue Verfahren legt der Kanton Luzern fest.
Haben Sie Fragen? Wir sind für Sie da.

Sebastian Schrader
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Tel. +41 62 836 97 47
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Yigitcan Zeynep
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