Unsere Sonderschule ist für Kinder und Jugendliche, die im Verhalten oder in ihrer Gefühlswelt Schwierigkeiten haben. Sie sind normal begabt und brauchen im Schulalltag mehr Unterstützung und klare Strukturen.
Kinder können ab dem Kindergartenalter zu uns kommen. Sie können bis zur 3. Sekundarstufe bleiben, inklusive 10. Schuljahr als Berufswahljahr.
Zuerst spricht die aktuelle Schule mit Ihnen und Ihrem Kind. Dann wird eine fachliche Abklärung gemacht. Auf dieser Grundlage entscheidet der Kanton Luzern, ob eine Sonderschulung nötig ist und welche Schule passt.
Unsere Klassen sind bewusst klein. So haben wir mehr Zeit für jedes Kind und können besser auf seine Bedürfnisse eingehen.
In jeder Klasse sind zwei Lehrpersonen. Dazu kommen sozialpädagogische Fachpersonen in der Tagesstruktur. Sie unterstützen Ihr Kind beim Lernen, im Umgang mit anderen und im Alltag.
In der Tagesstruktur ist Ihr Kind vor und nach dem Unterricht betreut. Es macht dort Hausaufgaben, isst mit anderen, spielt, redet und lernt, Konflikte gut zu lösen. Der Tag ist klar und verlässlich aufgebaut.
Ja. Wir arbeiten nach Lehrplan 21 wie andere Volksschulen auch. Die Inhalte werden so angepasst, dass Kinder mit besonderem Förderbedarf gut folgen können.
Ja. Im 10. Schuljahr begleiten wir Jugendliche bei der Berufswahl. Sie erhalten Hilfe bei der Suche nach Praktika und Lehrstellen und beim Schreiben von Bewerbungen.
Das ist möglich. Wenn sich Ihr Kind stabil entwickelt, prüfen wir gemeinsam mit Ihnen, der Herkunftsschule und dem Kanton, ob eine Rückkehr in die Regelschule sinnvoll ist.
Sprechen Sie zuerst mit der Klassenlehrperson und der Schulleitung Ihrer aktuellen Schule. Sie können auch direkt mit der Stiftung Villa Erica Kontakt aufnehmen, wenn Sie Fragen zu unserem Angebot haben.
Bei uns sind die Klassen kleiner und der Tagesablauf klarer. Es sind immer mehrere Erwachsene für dich da, die dir helfen. Im Unterricht und in der Tagesstruktur.
Nein. Wichtig ist, dass du bereit bist, mit uns zusammen zu arbeiten: an deinen Stärken, an deinen Schwierigkeiten und am Umgang mit anderen Menschen.
Du hast Unterricht, Pausen und Zeit in der Tagesstruktur. Dort machst du Hausaufgaben, spielst, redest mit anderen oder ziehst dich zurück, wenn du Ruhe brauchst.
Ja. Fehler und schlechte Tage gehören dazu. Wir sind da, um dich in solchen Momenten zu unterstützen und gemeinsam Lösungen zu finden.
Ja. Du lernst Kinder und Jugendliche kennen, denen es vielleicht ähnlich geht wie dir. In Unterricht und Tagesstruktur hast du viele Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen.
Nein. Du lernst auch draussen, zum Beispiel im Schulgarten oder beim Insektenlebensturm. Dort kannst du beobachten, ausprobieren und mit allen Sinnen lernen.
Ja. Im Berufswahljahr helfen wir dir bei der Suche nach Berufen, Schnupperlehren und Praktika und beim Schreiben von Bewerbungen.
Nicht unbedingt. Für einige ist unsere Schule ein Abschnitt auf ihrem Weg. Andere wechseln später in eine Regelschule oder beginnen eine Lehre. Wir schauen gemeinsam, was für dich passt.
Für normal begabte Kinder und Jugendliche mit psychischen und/oder sozio-emotionalen Schwierigkeiten sowie Verhaltensauffälligkeiten, bei denen eine integrative Schulung in der Regelschule nicht ausreicht.
Wir decken die drei Zyklen des Lehrplans 21 ab: vom Kindergarten bis zur 3. Sekundarstufe, zusätzlich mit einem 10. Schuljahr als schulischem Berufswahljahr.
Wir arbeiten nach heilpädagogischen Grundsätzen mit individueller Förderung und differenzierten Lernsettings. Team-Teaching und eine sozialpädagogische Tagesstruktur sind zentrale Elemente.
Die Tagesstruktur ist ganztägig angelegt. Sie bietet einen klaren Tagesrahmen, Unterstützung bei Hausaufgaben, soziale Lerngelegenheiten und Hilfe beim Umgang mit Konflikten.
Die Tagesstruktur ist ganztägig angelegt. Sie bietet einen klaren Tagesrahmen, Unterstützung bei Hausaufgaben, soziale Lerngelegenheiten und Hilfe beim Umgang mit Konflikten.
Weitere Infos
Wir legen Wert auf enge Kooperation mit Herkunftsschulen, Schulpsychologischen Diensten und weiteren Fachstellen. So werden Zuweisungen, Förderziele und mögliche Reintegration gut abgestimmt.
Im Berufswahljahr begleiten wir Jugendliche bei der Berufsorientierung, organisieren Praktika im ersten Arbeitsmarkt oder in geschützten Rahmen und unterstützen bei Bewerbungen.
Eltern sind wichtige Partner. Es finden regelmässige Gespräche zu Entwicklung, Förderzielen und Übergängen statt. Eltern oder Beistände werden in wichtige Entscheidungen einbezogen.
In der Regel werden Schulberichte, Abklärungsberichte (z.B. Schulpsychologischer Dienst), Förderziele und eine Beschreibung des Unterstützungsbedarfs im Verhalten und in der sozio-emotionalen Entwicklung benötigt. Das genaue Verfahren legt der Kanton Luzern fest.